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Ausgiebig sonnen: für Schwangere ein Don't

Bei einem Sonnenbrand in der Schwangerschaft machen sich viele Mütter Sorgen, dass dieser für das Ungeborene gefährlich werden könnte. Das ist zwar nicht der Fall, doch Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden.

Experten raten, in der Schwangerschaft vorsichtig mit dem Sonnenbaden zu sein und das Sonnenstudio ganz zu meiden. Ausgeprägte Sonnenbäder können zu Hautreizungen und Sonnenbrand führen. Schwangere müssen stärker vor Sonnenstrahlen geschützt werden, weil ihr Gewebe durch die Hormoneinstellung UV-Strahlen nahezu komplett absorbiert. Die Strahlen schaden zwar nicht dem ungeborenen Säugling, aber der Mutter. Wenn sich Schwangere sonnen, sollten sie eine halbe Stunde vorher eine Sonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30, am besten 50 LF) auftragen. Ein langes Sonnenbad hat auch zur Folge, dass sich der Körper viel zu stark erhitzt. Dauert eine solche Körpertemperaturerhöhung über längere Zeit an, kann das zu Schäden am Ungeborenen führen. Da die meisten werdenden Mütter jedoch empfindlich gegenüber Hitze sind, halten sie sich intuitiv seltener oder nur kurz in der Sonne auf.

Sonne in der Schwangerschaft: UV-Strahlen werden leichter absorbiert

Extreme Temperaturbereiche sind für werdende Mütter auch riskant, weil der Aufenthalt hier zu einem Blutdruckabfall führen kann. Deshalb ist auch die Sauna mit Vorsicht zu genießen. Wer daran gewöhnt ist und sie gut verträgt, kann sie weiterhin besuchen. Für alle anderen empfehlen sich niedrig temperierte Saunen wie Biosaunen, ein kurzer Aufenthalt und das Sitzen auf der untersten Stufe. Die Hormonumstellung während der Schwangerschaft erhöht auch die Neigung zu Pigmentflecken. Diese gehen nach der Schwangerschaft nicht mehr von alleine weg und können sehr störend sein. Sonne in der Schwangerschaft zu meiden, macht also auch kosmetisch Sinn.

Ist es doch zu einem Sonnenbrand gekommen, sollte die Haut gekühlt werden. Das geht an besten mit leicht kühlen, feuchten Tüchern, keinesfalls mit eiskalten Packungen. Sonnenbrandgel bietet sich für kleine Hautpartien an. Das uralte Hausmittel Joghurt ist bei leichtem Sonnenbrand ebenfalls sehr hilfreich. Schwanger oder nicht, grundsätzlich steigern ausgedehnte Sonnenbäder das Hautkrebsrisiko. Schon aus diesem Grund ist eine niedrige Strahlendosierung wichtig.