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Gebräunte Haut galt früher als Symbol armer Leute wie Feld- und Bauarbeiter. Diese haben oft im Freien gearbeitet und waren durch die Sonne gebräunt. Mit Erfindung von freizügiger Kleidung wie dem Bikini in den 60ern änderte sich die Vorstellung von gebräunter Haut schlagartig. Plötzlich galt sie als "in" und war zum Symbol des reisenden Urlaubers geworden.

Mit dem Erfolg des Sonnenbadens steigt auch die Zahl an Hautkrebspatienten. Doch warum ist das eigentlich so?

Sonnenbrand und Hautkrebs

Laut einer amerikanischen Untersuchung hat ein Drittel der erwachsenen US-Bürger im Jahr mindestens einen Sonnenbrand. Ein Sonnenbrand wird durch zu viel UV-Strahlen verursacht, die in die Haut eindringen. Je nach Wellenlänge gelten hier unterschiedliche Eindringtiefen und Wirkmechanismen. Jedoch kann bei einem Sonnenbrand neben der oberflächlichen Schädigung auch die DNA beschädigt werden. Eine überhöhte Dosierung führt zu Strangbrüchen der DNS und setzt damit den Grundstein für eine spätere Krebserkrankung. Die Strahlenschutzkommission des Umweltministeriums warnt, dass für die Entstehung von schwarzem Hautkrebs die wiederkehrende UV-Exposition verantwortlich ist, insbesondere bei Kindern.

Die Mechanismus Sonnenexposition zu Hautkrebs ist bereits seit über 100 Jahren bekannt. Mittels statistischer Erhebungen konnten Mediziner schon früh den Zusammenhang zwischen häufigem Sonnenbrand und späterer Hautkrebserkrankung machen. In sonnenreichen Ländern wie Australien ist die Hautkrebsrate höher als im Rest der Welt , so dass der Verdacht schon früh nahe lag.

Heute weiß die Wissenschaft, dass UV-Strahlung zu Mutationen an DNA-Strängen führt. Normalerweise sterben Zellen mit fehlerhafter DNA ab, durch die UV-Schädigung wird jedoch auch dieser Mechanismus unterdrückt. Die mutierten Zellen leben statt dessen weiter. Bei wiederholtem Sonnenbrand beschleunigt sich dieser Vorgang sogar noch: gesunde Zellen sterben durch das UV-Licht ab. Der Platz wird durch die mutierten und sterbeunfähigen Zellen gefüllt - ein Tumor wächst an. Aus dem Sonnenbrand wird so ein Hauttumor.

Man unterscheidet zwei Kategorien von Hauttumoren. Der weiße Hautkrebs hat zwei Unterkategorien: das Basaliom und das Spinaliom. Beide Arten haben ihren Ursprung im Hautepithel, also in den oberen Hautschichten. Diese Tumore lassen sich meistens gut behandeln und streuen selten, sofern sie frühzeitig erkannt werden. Der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom ist ein bösartiger Tumor. Er ist schwieriger zu behandeln, streut stark und kann unbehandelt zum Tode führen. Wichtig bei der Behandlung ist eine frühzeitige Erkennung. Solange der Tumor noch nicht die Basalmembran durchbrochen hat und sich damit noch in den oberen Hautschichten befindet, lässt er sich gut herausoperieren.

Generell sollte man noch erwähnen, dass der Einsatz vor Sonnencreme nicht zwangsläufig vor diesen Tumoren schützt. Eine in 2014 veröffentlichte Studie zeigt, dass Sonnencreme selbst bei Lichtschutzfaktor 50 das Auftreten von Melanomen zwar verlangsamt, aber nicht verhindert. Damit ist klar, dass Sonnencreme nur ein Schutzfaktor von vielen ist. Zur Vermeidung von Sonnenbrand und Hautkrebs gehört auch die richtige Kleidung, Aufenthalt im Schatten und Vermeidung von längeren Sonnenbädern dazu.